Dienstag, 24. November 2009

Illnau früher: Interview mit Fritz Brönnimann





Fritz Brönnimann

Steckbrief:
Name:Fritz Brönniman
Geburtsdatum:15.91958
Familie: allein stehend, ein Sohn
Beruf:Unternehmer
Vereine:Turnverein
Hobby:Turnen,Schiessen,Wassersport

Wie lange wohnen Sie schon hier?
Seit meiner Geburt.

Wo gingen Sie in die Schule?
8 Jahre in Illnau 1 Jahr in Effretikon.

Wo war das Schulhaus?
Hagen und in Effretikon Watt.

Wie viele Kinder hatten damals im gleichen Schulzimmer Unterricht?
31 Kinder.

Erinnern Sie sich noch an besondere Ereignisse während der Schulzeit?
Wir hatten es lustig gehabt und auch gelernt. Mein Platz war meistens hinten beim Fenster.
Das Dümmste, was damals schon unser Schulamt machte, war unsere Klasse nach Effretikon zu verlegen und dann noch zu halbieren und mit den Effretiker Schülern zu mischen. Bis wir uns eingelebt hatten und unsere neuen Kameraden richtig kannten, war das letzte Schuljahr vorbei und wir hatten nicht viel dabei gelernt. Auch hatten wir in Illnau zum Beispiel ganz andere Französisch-Lehrbücher als in Effretikon, also man lernte nach oder man gab auf.
Wir hatten bis jetzt auch erst zwei Klassentreffen. Ich denke der Grund dafür ist die kurze Zeit, welche wir miteinander verbrachten.In der Unterstufe waren alle zusammen und nach 6 Jahren hat es die erste Trennung gegeben. Die einen kamen in die Sekundar- und die andern in die Realschule. Manch einer verlor dadurch sein liebstes Schulgspänndli, aber man sah sich doch noch auf dem Schulareal oder auf dem Heimweg. Nach 2 Jahren wieder eine Trennung und zusätzlich noch nach Effi. Wieder ist das Gspänndli in einer Parallelklasse und mit unterschiedlichen Unterrichtszeiten. Zum Glück waren die meisten damals reformiert, so haben wir uns wenigstens im Konfirmationsunterricht und danach im Ausgang wieder getroffen.

Was war Besonderes, dass die Leute hier herkamen?
Der kleine Dorf-Geist.

Welche Läden gab es früher in unserem Dorf?
Volg,Coop,Migrosverkauswagen.

Was hat sich am meisten verändert zu früher?
Es hat viel Einwohner,man kennt nicht mehr alle.Es wird nicht mehr gegrüsst auf der Strasse.

Waren die Jahreszeiten früher anders?
Ja,es war früher kälter.

Erinnern Sie sich noch an Unglücksfälle: Überschwemungen,Stürme,Brandkatastrophen?
Espel war überschwemmt und im Neuguet Brüngger stand unser Motormäher einen Meter unter Wasser. Die Villa beim Rösslikreisel wurde abgebrannt. Der Sturm Lothar,der alle Bäume umgeknickt hat.

Wie war das mit dem Verkehr?
Es hatte viel weniger Verkehr.

Wie waren die Verkehrsverbindungen damals?
Viel schlechter.Die Züge fuhren einmal pro Stunde.

Wie haben Sie persönlich die Entwicklung Illnaus miterlebt,positive und negative Seiten dieser Entwicklung?
Es hat mir früher besser gefallen.Natürlich macht es nichts,dass es mehr Leute hat.

Wie sehen Sie die Zukunft von Illnau:Wird unser Dorf noch weiter wachsen oder wird es wohl gelegentlich zu einem Wachstumsstillstand kommen?
Viel wird es wohl nicht mehr wachsen,aber ich finde es gut, wenn Ober- und Unterillnau zusammen wachsen.Ich hätte noch einen Wunsch für die Zukunft wäre: es wäre schön, wenn es endlich einen grossen Sportplatz, ein Fussballfeld, geben würde. Das Land nach dem Schulhaus Richtung Oberillnau ist ja schon lange im Besitz der Stadt.

Was gab es früher für Transportmittel (wie waren Sie meist unterwegs?)
Mit dem Velo und ab 14 mit dem Töffli oder Traktor.

Wie sah ihre Menuekarte aus?
Immer ein bisschen Fleisch und viele Kartoffeln, ganz einfache Küche,das Meiste aus dem eigenen Garten.Brot wurde selbst gemacht.

Fotos: Usterstrasse früher; Klassenfoto

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